Über Ihre Arbeit können Sie stundenlang reden. Was Sie herstellen, was Sie leisten, wie Ihr Produkt entsteht, warum es jeder haben sollte. Sie kennen jedes Detail und freuen sich, wenn jemand nachfragt.
Aber warum fragen nicht mehr Menschen nach? Manchmal verstehen Sie nicht, warum da draußen nicht mehr Leute sehen, wie besonders das ist, was Sie tun.
Erfahrene Leute, echtes Fachwissen, eine eingespielte Arbeitsweise, oft auch Produkte, die halten, was sie versprechen: In den meisten Unternehmen ist das längst da. An der Substanz liegt es selten.
Nur ergibt das nach außen noch kein klares Bild. Der Vertrieb erzählt eine andere Geschichte als das Marketing, die Geschäftsführung eine andere als die Kund:innen. Auf der Website steht alles, was wichtig sein könnte – und nichts davon bekommt genug Gewicht.
So wird aus einer starken Organisation ein schwer verständliches Angebot. Oder eins, das klingt wie viele andere.
Nicht jede Stärke muss zur Botschaft werden, nicht jede Zielgruppe angesprochen, nicht jede Möglichkeit verfolgt. Positionierungsarbeit heißt vor allem, sich festzulegen – und einiges bewusst nicht mehr nach vorne zu stellen.
Wir klären:
Das Ergebnis ist kein Werbesatz, sondern eine belastbare Grundlage für Marke, Kommunikation und Vertrieb.
Überall im Unternehmen stehen Reagenzgläser: Erfahrungen, Leistungen, Überzeugungen, Kundengeschichten, Konflikte, Erfolge, Eigenheiten. Für sich genommen wirken viele davon unspektakulär.
Wir kombinieren die vorhandenen Elemente so, dass eine Reaktion entsteht, bis sichtbar wird, was vorher nur lose nebeneinanderstand. Oft ist es eine Stärke, die das Unternehmen selbst längst für selbstverständlich gehalten hat.
Ob eine Position trägt, zeigt sich an einer Kleinigkeit: Geschäftsführung, Vertrieb und Marketing beschreiben das Unternehmen auf einmal mit denselben Worten, ohne dass es ihnen jemand vorgesagt hat.
Wenn Ihr Angebot schwer zu erklären ist
Die Leistung ist fachlich stark, aber komplex. Gespräche beginnen regelmäßig mit langen Erklärungen. Kund:innen verstehen erst spät, worin der eigentliche Wert liegt.
Wenn Wettbewerber fast dasselbe sagen
Qualität, Innovation, Partnerschaft, Kundennähe: Alles richtig. Nur leider kein Unterschied.
Wenn das Unternehmen gewachsen ist
Neue Leistungen, Zielgruppen oder Geschäftsmodelle sind hinzugekommen. Die bisherige Positionierung beschreibt nur noch einen Teil der Realität.
Wenn intern unterschiedliche Bilder existieren
Geschäftsführung, Marketing und Vertrieb vertreten verschiedene Vorstellungen davon, wofür das Unternehmen steht.
Wenn ein Relaunch bevorsteht
Eine neue Website oder ein neues Design soll entstehen. Die strategische Grundlage dafür ist aber noch nicht klar genug.
Wenn Sichtbarkeit nicht zu den richtigen Anfragen führt
Das Unternehmen wird wahrgenommen, aber nicht für die Themen, Leistungen oder Zielgruppen, die künftig wichtig sein sollen.
Zuerst sprechen wir mit den Menschen, die das Unternehmen kennen: Führungskräften, Mitarbeitenden, Kund:innen, Partnern und weiteren Stakeholdern. Wir analysieren bestehende Kommunikation, Angebote, Wettbewerber und Marktentwicklungen. Dabei achten wir auch auf Widersprüche. Oft liegt genau dort der interessante Teil.
Mögliche Methoden:
Unternehmen kennen sich selbst sehr gut. Genau das kann zum Problem werden. Wer jahrelang mit denselben Produkten, Prozessen und Begriffen arbeitet, erkennt irgendwann nicht mehr, welche Teile davon erklärungsbedürftig sind. Oder besonders. Oder für Außenstehende schlicht unverständlich.
Wir stellen Selbstbild und Fremdbild nebeneinander. Was glaubt das Unternehmen über sich? Was sehen Kund:innen? Welche Eigenschaften werden tatsächlich wahrgenommen? Und welche behaupteten Unterschiede spielen im Markt kaum eine Rolle?
Nun verdichten wir die Erkenntnisse. Wir prüfen verschiedene Positionierungsrichtungen und bewerten sie nach:
Nicht jede interessante Idee wird zur Positionierung. Sie muss zum Unternehmen passen. Zum Markt. Und zu dem, was tatsächlich eingelöst werden kann.
Eine strategische Entscheidung hilft nur, wenn Menschen sie verstehen. Deshalb übersetzen wir die Positionierung in eine klare sprachliche Struktur: Welches Problem löst das Unternehmen? Welche Veränderung ermöglicht es? Was macht den Ansatz besonders? Welche Beweise stützen diese Aussage? Welche Begriffe helfen, welche verwässern? Welche Geschichte verbindet Angebot, Unternehmen und Zielgruppe?
Daraus entsteht ein System, das nicht nur auf einer Präsentationsfolie funktioniert. Sondern auf der Website. Im Vertriebsgespräch. In einer Kampagne. Bei LinkedIn. Oder in einem Interview.
Positionierungen sollten nicht nur im Workshopraum überzeugen. Wir testen sie an konkreten Anwendungen:
Dabei zeigt sich schnell, ob die Position trägt. Oder nur gut klingt.
Je nach Ausgangslage und Projektumfang entwickeln wir unter anderem:
Analyse & Diagnose
Strategie & Entscheidung
Sprache & Anwendung
Welche Bausteine sinnvoll sind, hängt davon ab, was schon geklärt ist und wo die größten Widersprüche liegen.
Ein Unternehmen aus der Dentalbranche wollte ein erklärungsbedürftiges Produkt bekannter machen. Zunächst lag der Fokus auf Funktionen, Leistungsmerkmalen und technischen Vorteilen. Alles war sachlich richtig. Nur entstand daraus noch kein Grund, genauer hinzusehen.
In Gesprächen mit der Zielgruppe wurde etwas anderes sichtbar: Zahnärztinnen und Zahnärzte waren stark aneinander interessiert. Sie beobachteten, wie Kolleg:innen arbeiteten, welche Entscheidungen sie trafen und wie sie ihren Praxisalltag verbesserten. Obwohl sie im Wettbewerb standen, gab es ein großes Bedürfnis nach Austausch.
Damit veränderte sich der strategische Bezugsrahmen. Das Produkt wurde nicht mehr nur als technische Lösung erzählt, sondern als das verbindende Element einer Community. Die Positionierung lautete nicht länger sinngemäß „Dieses Produkt kann besonders viel“, sondern: Gemeinsam besser werden.
Statt eines weiteren Produktversprechens stand am Ende eine Idee, mit der sich die Branche identifizieren konnte.
Beides gehört zusammen. Aber es ist nicht dasselbe. Die Positionierung bestimmt die Richtung. Die Marke macht sie erkennbar.
Positionierung klärt
Markenberatung klärt
Mit einer klaren Position fällt vieles leichter. Sie macht die tatsächliche Stärke eines Unternehmens sichtbar und hilft bei Entscheidungen, die sonst immer wieder neu verhandelt werden:
Und sie gibt Geschäftsführung, Marketing, Kommunikation und Vertrieb ein gemeinsames Bild. Wirklich nützlich wird sie erst, wenn diese Teams die Position selbst erklären und anwenden können – nicht nur die Agentur.
Das Ergebnis ist eine strategisch begründete und sprachlich klare Position. Sie beschreibt, für wen das Unternehmen besonders relevant ist, welches Problem es löst, worin sein Unterschied liegt und warum diese Aussage glaubwürdig ist. Dazu kommen konkrete Anwendungen und Leitplanken für Kommunikation, Marke und Vertrieb.
Das hängt von Größe, Komplexität und Zahl der beteiligten Stakeholder ab. Ein fokussiertes Projekt kann innerhalb weniger Wochen stattfinden. Bei größeren Organisationen mit mehreren Zielgruppen, Geschäftsfeldern und internen Perspektiven braucht die Analyse entsprechend mehr Raum.
In der Regel Geschäftsführung, Marketing, Kommunikation und Vertrieb. Je nach Fragestellung beziehen wir auch Produktverantwortliche, Mitarbeitende, Kund:innen oder Partner ein.
Ja. Nicht jedes Unternehmen braucht einen kompletten Neustart. Häufig geht es darum, eine vorhandene Positionierung zu prüfen, zu schärfen oder an veränderte Märkte und Angebote anzupassen.
Ja, sofern das Teil des Projekts ist. Der Claim ist allerdings nicht der Ausgangspunkt. Er ist eine mögliche sprachliche Verdichtung dessen, was strategisch bereits geklärt wurde.
Ja. Wir übertragen die Positionierung unter anderem auf Website, Messaging, Content, Thought Leadership, PR, Social Media, Corporate Journalism und Kampagnen.
Nein. Auch Verbände, Institutionen, Hochschulen und gemeinnützige Organisationen müssen klären, wofür sie stehen, für wen sie relevant sind und welche Rolle sie im öffentlichen Diskurs einnehmen wollen.